FIFA-Chef zittert mit Messi

Härteste Qualifikation für Argentinien.

FIFA-Chef zittert mit Messi

Buenos Aires (dpa) - FIFA-Präsident Gianni Infantino hat es als «ungerecht» bezeichnet, wenn Argentiniens Superstar Lionel Messi seine Karriere beendet, ohne den Weltmeistertitel gewonnen zu haben. «Das wäre ungerecht. Aber gut, es gewinnen die, die es verdient haben», sagte Infantino in einem Interview der argentinischen Zeitung «La Nación». Man müsse sehen, wer 2018, 2022 vorne liegen werde.

Messi ist inzwischen 30 Jahre alt. Da Argentinien vor dem letzten Spieltag nur auf Platz sechs der südamerikanischen Qualifikationsgruppe liegt, droht das Verpassen der Fußball-WM 2018 in Russland. «Das ist die härteste Qualifikation der Welt», sagte Infantino. «Schrecklich.» Die zehn Mannschaften spielen jeder gegen jeden mit 18 Spieltagen.

Die «Albiceleste» mit Kapitän Messi muss zum Abschluss am Dienstag (Ortszeit) in Ecuador antreten - wegen des extrem spannenden Rennens ist je nach Ausgang der Partie und der anderen Begegnungen alles von Platz drei bis Platz sieben drin. Die ersten Vier sind in Russland dabei, der Fünfte kann per Playoff-Vergleich gegen den Ozeanienvertreter Neuseeland noch das WM-Ticket lösen.

«Messi ist eine der Hauptfiguren des heutigen Fußballs», sagte der Präsident des Weltfußballverbandes. Aber es sei immer schon so gewesen, dass einige der Größten keinen WM-Titel gewonnen hätten, und dafür aber wiederum andere gar nicht so große Spieler. «Das ist das Schöne am Fußball.» Unterdessen betonten Brasilien und Chile, dass es keinen Pakt zwischen ihnen gebe, um Argentinien auszuschalten. Brasilien ist längst qualifiziert, Chile könnte mit einem Sieg sich - zum Nachteil Argentiniens - sicher für Russland 2018 qualifizieren.



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