Aus der Wirtschaftswelt (2017-39)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-39)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-39)

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan reiste für Teilnahme an der 72.Generalversammlung der Vereinten Nationen nach New York. Hier traf er sich am Rande der Versammlung mit vielen Staats-und Regierungschefs, Nichtregierungsorganisation und mit Vertretern verschiedener Gesellschaftsschichten. In seiner bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen Rede gab Erdogan den Staats- und Regierungschefs wichtige Botschaften. Der Staatspräsident sprach in seiner Rede vor allem die Syrien-Krise, Flüchtlinge, Myanmar, Referendumsprozess im Irak sowie über Katar-Problem. Diese für den globalen Frieden als wichtige Bedrohung geltenden Probleme, verbergen zudem  wichtige Risiken für die internationale Justiz, Sicherheit und Wirtschaft. In diesem Zusammenhang war eines der wichtigsten Themen, die Syrien-Krise. Bekanntlich hat die Türkei für die Lösung der Syrien-Krise sowohl politisch als in humanitärer Hinsicht mit den aufgenommenen 3 Millionen Flüchtlingen aus Syrien alle ihre Möglichkeiten ausgeschöpft.

Dass die Türkei so viele Flüchtlinge aufgenommen, ihnen Unterkunft, Lebensmittel und gesundheitliche Dienste geleistet hat, hat die Türkei auf der Welt zu einer Vorbildfunktion gehoben. Dass die Türkei während dieser Hilfen auch etwa 30 Milliarden Dollar ausgegeben hat, führte dazu, dass sie bezüglich der Hilfen an anderen Ländern vorbeizog.  Während die EU für die Flüchtlinge lediglich 800 Millionen Euro leistete, hat die Türkei diese Zahlen bei weitem übertroffen.  Es sollte noch erwähnt werden, dass die humanitären Hilfen der Türkei nicht mit den syrischen Flüchtlingen begrenzt sind. Die Türkei leistet in diesem Zusammenhang auch den Arakan-Muslimen in Myanmar humanitäre Hilfen. Neben den Hilfen von TIKA, dem Türkischen Roten Halbmond und dem Katastrophenschutzamt AFAD führt die Türkei für die Lösung der Krise Gespräche mit regionalen und internationalen Partnern. Dass die Türkei außerdem das Thema Myanmar auf die Agenda der Organisation für islamische Zusammenarbeit, deren Ratspräsidentschaft sie inne hat,  aufnahm, ist einer der wichtigsten Schritte für die Lösung dieser Krise. Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen sprach der Staatspräsident auch das Referendum der Regionalverwaltung im Norden des Irak am 25. September an.  Erdogan sagte, dass sie gegen diese Abstimmung sind und bei einem eventuellen Referendum wären schwere Sanktionen zu erwarten. Bekanntlich ist die wichtigste Einnahmequelle der Regionalverwaltung das Erdöl.

Hierbei spielt die Pipeline „Kirkuk-Yumurtalık“ eine große Rolle. Beim Fortbestehen der amtierenden Führung der Regionalverwaltung im Norden des Irak ist der Erdölexport der Region über die Türkei an internationale Märkte von enormer Bedeutung. Das Beharren der Regionalverwaltung im Norden des Irak auf das Referendum, die ihrer Wirtschaft neben Erdöl auch über dem Grenzübergang Habur wichtige Beiträge leistet, hat das Potential, die Handelsbeziehungen mit der Türkei zu zerstören. Ein anderes Thema, das Erdogan ansprach, war die Katar-Krise in der Golfregion. Es scheint als sehr wahrscheinlich, dass die Sanktionen gegen Katar sowohl für den Handel in der Golfregion als auch für die Zukunft der globalen Erdgasmärkte negative Wirkungen haben werden. In Anbetracht dessen, dass Katar im globalen LNG-Export führt, wird eine Beilegung der gegenwärtigen Probleme und Konflikte, richtungsweisend für die Wirtschaft der Region sein. Der Staatspräsident kritisierte in seiner Rede auch die Struktur des aus fünf Vetomächten bestehenden UN-Sicherheitsrats. Erdogan wies daraufhin, dass die Nationen an einem anderen Punkt sind als der nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Weltordnung. Daher sollte die UN dieses Entscheidungssystem hinter sich lassen. Die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Gewährleistung des nachhaltigen Friedens gegründete UN hat sich zu einem funktionslosen Gebilde entwickelt, das sie die gegenwärtigen Probleme nicht lösen könne.  Im Endeffekt sollte im Namen einer Welt, auf der ein nachhaltiges und dauerhafter Frieden geleistet werden soll, die UN reformiert werden.



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