Menschenrechtsverletzungen der PYD/YPG

Seit der Gründung der PKK/KCK leben die Menschen in Ost- und Südostanatolien unter Unterdrückung und Gewalt.

Menschenrechtsverletzungen der PYD/YPG

Seit der Gründung der PKK/KCK leben die Menschen in Ost- und Südostanatolien unter der Unterdrückung und Gewalt (Dorfüberfälle, Ermordungen, Zwangsmigration, Einschüchterungen usw.) und es ist eine Strategie zu beobachten, dass die Bevölkerung in der Region, die Organisation unterstützen muss.

Der syrische Ableger der Organisation PYD/YPG wendet die gleiche Strategie auf die in Syrien lebenden Menschen an.  Die Terrororganisation PYD/YPG ist die einzige Macht in der Region, mit dem Ziel, die in der Region lebenden ethnischen Elemente wie  Kurden, Araber, Turkmenen und Yeziden zu säubern und ein großes Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen. Solche Verletzungen wurden von internationalen Menschenrechtsinstitutionen beobachtet und spiegeln sich in diesen Berichten wider. Aufgrund der Gewalt der Terrororganisation  PYD/YPG  wurden viele Lokalbevölkerungen aus der Region vertrieben. Die vor den Gräuel der PYD/YPG geflohenen Syrer haben entsprechend der türkischen Politik der offenen Tür, die Türkei als sicheres Land ausgewählt. Trotz so vieler Menschenrechtsverletzungen durch die PYD/YPG ist zu beobachten, dass die internationalen Mächte, die der Propaganda der einzigen Organisation, die gegen die Terrormiliz (so genannt) DEAŞ kämpft ausgesetzt sind und die Terrororganisation von außen unterstützen, bei Menschenrechtsverletzungen  einfach wegschauen. Die meisten Waffen und Munition, die im Namen des Kampfes gegen die (sogenannte) DAESH beschafft wurden, wurden verwendet, um in der Region lebende Völker wie Kurden, Araber, Turkmenen zu unterdrücken. In dem von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SNHR) im Januar 2016 veröffentlichten Bericht wurden zum Beispiel  zahlreiche Menschenrechtsverletzungen der PYD/YPG festgestellt. Außerdem kam es in den von ihnen kontrollierten Gebieten zu ethnischen Säuberungen, willkürlichen Verhaftungen und Zwangsmigrationen.  Bis zur Veröffentlichung des Berichts kamen mindestens 407 Zivilisten, darunter 51 Kinder, 43 Frauen und 16 unter Folter durch die PYD/YPG ums Leben.

In einem im Juni 2014 veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Right Watch (HRW)  unter der Überschrift „Under Kurdish Rule: Abuses in PYD-Run Enclaves of Syria” wird betont, dass die Terrororganisation  PYD/YPG häufig Praktiken wie Inhaftierung, Entführung und Hinrichtung an Personen anwendet, die sie als Rivalen betrachten.  In dem Bericht heißt es, dass vor allem Oppositionsmitglieder der Syrischen Kurdischen Demokratischen Partei (PDKS), Yekiti und Azadi, die gegen die PYD waren, misshandelt und willkürlich verhaftet worden seien. [1]

Als Bespiele von Menschenrechtsverletzungen der PYD / YPG bis hin zu ethnischen Säuberungen  seien zu nennen;

Exekution von Oppositionellen

Die Terrororganisation PYD/YPG, die keine alternative Struktur in Syrien zulässt, hat Hinrichtungsaktionen gegen Oppositionelle durchgeführt. Die Hinrichtungen der Terrororganisation PYD/YPG begannen im Oktober 2011, mit der Ermordung von Mishel Temo[2], Führer der „Partei der Zukunft” der syrischen oppositionellen Kurden. Die Terrororganisation, die mit dem Regime zusammen vorging, sah sich der Reaktion vieler Kurden in der Region ausgesetzt, indem sie die Hinrichtungen an Mittelsmänner delegierte. Nach dieser Ermordung gingen die Angriffe der PYD/YPG gegen die Oppositionellen weiter. Der Stammesführer Abdullah Bedro und der Aleppo-Verantwortliche der Partei der  Syrischen Kurdischen Demokratischen Union, Şerzad Hajj Rashid wurden durch ein Attentat der Terrororganisation getötet. Außerdem musste Salah Bedreddin, der Präsident der Demokratischen  Kurdischen Partei Kurdistans von Syrien aufgrund  des Drucks der  Organisation über Deutschland nach Erbil fliehen. Vor dem Krieg gab es in Syrien 12 kurdische Gruppen und jetzt gibt es nur die PKK/PYD. Hunderttausende Kurden mussten wegen der Repressionen aus den von der PKK/PYD kontrollierten Regionen fortziehen.  350.000 syrische Kurden haben Zuflucht in der Türkei gefunden und leben immer noch in der Türkei. Am 27. Juni 2013 jedoch eröffneten Terroristen der PYD/YPG in Amude bei einer Anti-PYD/YPG-Demonstration das Feuer auf Demonstranten und  innerhalb von drei Tagen  kamen 8 Demonstranten ums Leben. Während der gleichen Demonstration wurden 50 Mitglieder der Yekiti-Partei von  PYD/YPG-Mitgliedern in den YPG-Stützpunkt gebracht und geschlagen.

Verletzungen gegen Verhaftete und in Gewahrsam genommene

Die Verletzungen der von der Terrororganisation als Polizei definierten „Asayiş” (Ordnung) sind in den Berichten der Menschenrechtsorganisationen wiederzufinden. Es wurde festgestellt, dass die Personen während der Haft gefoltert und schlecht behandelt wurden. Viele dieser Personen kamen dabei ums Leben. Laut dem Bericht von Human-Rights-Watch  (HRW) wurde die in Gewahrsam genommene Hannah kurze Zeit später getötet. Doch PYD/YPG ließ behaupten, dass sie ums Leben kam, weil sie ihren Kopf an die Wand gestoßen hat. Bei einem weiteren Fall  im Februar 2014 in Sere Kaniye wurde der 24-jährige Raschwan Ataş von einem Mitglied der „Asayiş“ getötet. Laut dem Bericht wurden zwischen 2012-2014 in der Region 9 nicht aufgeklärte Morde registriert. Dass alle diese Menschen Oppositionelle von PYD/YPG sind, gibt Bedenken für willkürliche Handlungen der Sicherheitskräfte.

Gewalt gegen Frauen und Kinder

Um in besetzten Gebieten in Syrien ihre Souveränität zu wahren, das sich widersetzende Volk zu unterdrücken und Frauen und Kinder zu rekrutieren, wendet die Terrororganisation PYD/YPG des Öfteren Gewalt an. Diese Praktiken von PYD/YPG wurden im Bericht von SNHR vom Januar 2016 auch festgehalten. In dem besagten Bericht wurde nachgewiesen, dass zwischen 2011-2016, 42 Frauen von PYD/YPG Terroristen getötet wurden. Von diesen Frauen, wurde die im Dorf Say Ghoul lebende Nabiya al-Salah am 14. August 2015 von den PYD/YPG Terroristen in Rakka-Tel Abyad durch drei Kugeln erschossen.

Ein weiteres im Bericht auffallendes Beispiel ist die 58-jährige Halil el Salid. Als sie sich vor den PYD/YPG Terroristen versteckte, die ihren Mann getötet haben, wurde auch sie von diesen Terroristen in der Scheune ermordet.

Des Weiteren hat PYD/YPG vom Januar 2014 bis Oktober 2015 in Haseke, Kamışlı und Afrin durch Zwangsrekrutierung 88 Frauen entführt.

Ethnische Säuberung und Vertreibung

In den Gebieten, wo die Terrororganisation PYD/YPG aktiv ist, leben auch zahlreiche Ethnien, darunter Araber, Turkmenen und Armenier. Um in den besetzten Gebieten ihre Souveränität zu wahren, jagt die Terrororganisation die in der Region lebenden Menschen in die Flucht. Sie ändert die demographische Struktur, in dem sie einige Siedlungsgebiete in Brand setzt. In dem Bericht von SNHR wird festgehalten, dass in Haseke etwa 100 turkmenische Familien der Gewalt ausgesetzt sind und unterdrückt werden. Die Turkmenen mussten in andere Gebiete des Landes flüchten und suchten wegen schweren Lebensbedingungen Schutz  in der Türkei.

In dem Bericht von SNHR vom Januar 2016 heißt es, dass PYD/YPG in den Siedlungsgebieten geplündert, ethnische Säuberung durchgeführt hat, wo keine kurdische Bevölkerung gibt. Des Weiteren setzte die Terrororganisation die Häuser in Brand zwang  die Menschen zu Flucht. Laut dem Bericht wurden mehrere Tausend Menschen, überwiegend Araber, von PYD/YPG in die Flucht gejagt, Dutzende Dörfer wurden in Brand gesetzt. Alle diese Vorgehen sind laut Artikel 8 des Römischen Vertrags als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verletzung des internationalen Rechts einzustufen. Weiter heißt es im Bericht, dass 9 Siedlungsgebiete vollständig zerstört wurden; 19 Dörfer hingegen wurden teilweise zerstört und ungewollte Personen vertrieben. Daneben führt die Terrororganisation in den besetzten Dörfern ethnische Säuberung durch. Vorher wird die kurdische Bevölkerung in andere Gebiete geschickt. Laut dem SNHR-Bericht wurden mehrere Tausend Menschen mindestens aus 49 Siedlungsgebieten vertrieben.

Die Terrororganisation PYD/YPG hat am 26. Mai 2015 die Menschen in mehr als 26 Dörfern südlich von Haseke aufgefordert, ihre Häuser innerhalb von 24 Stunden zu räumen. Einer in einem Bericht festgehaltenen Aussage eines Zeugen aus einem dieser Dörfer zufolge, haben die Terroristen der PYD/YPG nach dem Eintreffen im Dorf gegen die Araber eine aggressive Haltung gezeigt und gesagt, dass im angeblichen Kurdistan kein Platz für Araber und Turkmenen ist. Zahlreicher Häuser sind von Terroristen in Brand gesetzt worden. Einem weiteren Beispiel in dem Bericht zufolge sind im Februar 2015 in Haseke 100 turkmenische Familien durch willkürliche Festnahmen und verschiedenen Foltern vertrieben worden. Die besagten Familien haben ihre Häuser verlassen und Schutz in der Türkei gefunden. Der auf Augenzeugenaussagen, Satellitenfotos und Expertenbeobachtungen aus 2015 beruhende Bericht von Amnesty International (AI) unter dem Titel „We Had Nowhere Else to Go“ hat die Verbrechen der Terrororganisation PYD/YPG wie ethnische Säuberung, Vertreibung und Zerstörung dargelegt.

Untersuchungen und Zeugenaussagen nach der Zerstörung des arabischen Dorfes Hüseyniye im ländlichen von Tel Hamis haben ebenfalls Platz in dem Bericht erhalten. Die Satellitenfotos von dem Dorf vom Juni 2015 und Juni 2016 sind dabei verglichen worden. Von den 225 Gebäuden in dem Dorf sind in einem Jahr 94 Prozent zerstört worden. Lediglich 14 Gebäude waren noch aufrecht.

Die AI-Expertin Lema Fakih sagte: „PYD/YPG zerstört die Häuser von Zivilisten und setzt ganze Dörfer in Brand, vertreibt die Bewohner ohne legitime militärische Grundlage und verstößt mit Angriffen von Ausmaßen eines Kriegsverbrechens gegen internationales humanitäres Recht.“ 

Kinderkrieger

Im Rahmen der Terroraktivitäten in Syrien hat die Terrororganisation PYD/YPG in den eroberten Gebieten zahlreiche Kinder rekrutiert und setzt diese an der vorderen Front ein.

In unzähligen internationalen Verträgen (Genfer-Abkommen über den Schutz von Zivilisten in Kriegszeiten aus 1949, das Zusatzprotokoll des Genfer-Vertrags, die UN-Charta für Kinderrechte von 1989, das Zusatzprotokoll der Kinderrechte-Charta) sind Kämpfer im Kindesalter verboten. Aber PYD/YPG verstößt gegen dieses Verbot und dies ist in Berichten zahlreicher unabhängiger internationaler Institutionen und Organisationen belegt.

In dem am 16. August 2013 veröffentlichten Bericht des Internationalen Unabhängigen Syrien Untersuchungsausschusses der Vereinten Nation ist belegt worden, dass die PYD/YPG in Afrin und Haseke zwölfjährige Mädchen und Jungen rekrutiert.5

Dem UN-Bericht mit dem Titel „Kinder in Syrien und bewaffnete Auseinandersetzungen“ zufolge sind im Haseke-Gebiet Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahre als Mitglieder der Terrororganisation rekrutiert und dann sowohl an den Kontrollpunkten als auch den Gefechtszonen eingesetzt worden.6

In dem im Juni 2016 von den USA veröffentlichten Bericht über Menschenhandel heißt es, die Terrororganisation PYD/YPG setzt die Rekrutierung von Jungen und Mädchen, sogar von Kindern unter 15 Jahren als Mitglieder fort. Die Kinder werden weiterhin eingesetzt und in Lagern ausgebildet. Dem Bericht zufolge ist im April 2015 in Afrin trotz der Einwände der Eltern ein 16 Jahre altes Mädchen von der Terrororganisation PYD/YPG entführt worden.7

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch veröffentlichte in 2014 den Bericht „Under Kurdish Rule“. Demnach rekrutiert die Terrororganisation PYD/YPG-YPJ Kinder unter 18 Jahre und schickt sie in Gefechte. Dem Bericht zufolge ist die Menschenrechtsorganisation im Besitz einer Liste mit 59 Kindern, von denen zehn jünger sind als 15 Jahre.

 

 

 

[1] https://www.hrw.org/world-report/2016/country-chapters/syria

[2] https://www.hrw.org/report/2014/06/19/under-kurdish-rule/abuses-pyd-run-enclaves-syria

[4] http://sn4hr.org/wp-content/pdf/english/Violations_by_the_Kurdish_Self_Management_Forces_en.pdf

[5] http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/.../A.HRC.28.69_E.doc%20%C3%96nbellek%20Benzer

[6] http://edition.cnn.com/2013/11/29/world/meast/syria-children-refugees-report/index.html

[7] https://www.state.gov/j/tip/rls/tiprpt/2016/



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