Türkische Außenpolitik im Fokus (2018-51)

Regionale und globale Transformationen in der Gegenwart.

Türkische Außenpolitik im Fokus (2018-51)

Wir werden in den letzten Jahren Zeuge von mehreren regionalen und globalen Transformationen. Heute werden wir den aktuellen Stand dieser Transformationen sowie deren Auswirkungen auf die türkische Außenpolitik bewerten.

Eine Bewertung von Dr. Cemil Doğaç Ipek, Lehrkraft an der Karatekin Universität.

Wie bereits erwähnt, werden in den letzten Jahren ernste Transformationen auf regionaler und globaler Ebene verzeichnet. Was für eine nachhaltige Struktur  wird oder sollte nach diesen Transformationen erfolgen? Mit welchem System kann die regionale oder globale Ordnung hergestellt werden. Die chinesische Initiative “Ein Gürtel eine Generation”, die Bemühungen Russlands in Nahost und Osteuropa, das EU-Projekt, sowie die unter der Vorreiterrolle der USA angestrebte neue liberale Weltordnung sind Initiativen, die eine Antwort zu finden versuchen.

China und Russland sind an Land gebundene, nicht-demokratischen imperialistische Traditionen. Die Expansions-Initiativen beruhen nicht auf Ideale sondern auf die Geographie. Die USA haben nach dem Zweiten Weltkrieg in Zusammenarbeit mit ihren Verbündeten die liberale Weltordnung hergestellt. Ziel war die Verhinderung der Bedingungen, die beide Weltkriege ausgelöst haben. Mit diesem Ziel waren demokratische Länder darum bemüht, ein liberales und internationales System zu bilden. All diese sollten überall auf der Welt umgesetzt werden und gleichzeitig eine Beteiligung jedem offen und auf Freiwilligkeit beruhen. Die Gewährleistung des Friedens wirtschaftliche Entwicklung, Handel und Investition sollten von internationalen Organisationen wie UNO, Weltbank, Internationaler Währungsfonds IWF, Welt Handelsorganisation gewährleistet werden. Die liberale Weltordnung legte mit dem Zerfall der Sowjetunion eine stärkere und robustere Struktur dar. Aber die Zukunft dieser Ordnung scheint ungewiss zu sein, denn sie steht großen Herausforderungen gegenüber, wie nie zuvor.

Es wird immer schwieriger, von einer einheitlichen Welt zu sprechen. Die Bemühungen zur Bildung von globalen Rahmen scheitern. Der Protektionismus ist im Aufstieg, die letzte Runde der Verhandlungen für globalen Handel ist gescheitert. Es sind nur wenige Regeln für die Nutzung des Cyber-Bereichs vorhanden. Wir werden Zeuge, wie in jeder Region für sich eigene Regeln oder Unregelmäßigkeiten auftreten. Das beste Beispiel dafür sind die Ereignisse in Syrien. Die Türkei hat ihre unterschiedliche Einstellung mit den Operationen Schutzschild Euphrat und Olivenzweig hervorgehoben. Langfristig betrachtet befindet sich die Türkei in einer besseren Position als das Assad-Regime, Russland, USA und der Iran. Das Assad-Regime ist eine auf Minderheiten und Religiöse beruhende Diktatur, der Iran ist ein fremder schiitischer Besatzer, Russland hat sich mit der Unterstützung von Assad und des Iran sich befleckt, und ist in Syrien nur mit seinen Luftstreitkräften präsent, die USA hingegen arbeiten mit dem Syrien-Ableger der Terrororganisation zusammen und bemühen sich um ihre Legitimität.

Auf der anderen Seite unterstützt die Türkei starke oppositionelle Gruppen gegen Assad. Araber und Türken verfügen über eine gemeinsame Geschichte und religiöse Traditionen. Diese Lage wird sich im gemeinsamen Kampf gegen Assad zum Vorteil der Türkei entwickeln. Im Vergleich zu Russland und zum Iran verfügt die Türkei aus geostrategischer Perspektive für die Entsendung von Truppen über einen weiteren Vorteil. Die Türkei weist jegliches aufdringen zurück und verfolgt eine unabhängige Außenpolitik. Der Architekt dieser Einstellung ist zweifelsohne Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan. Kein Mensch ähnelt dem anderen. Das gleiche gilt auch für Staats- und Regierungschefs. Besonders zu Zeiten von globaler Transformationen, unterscheidet sich ein Staats- oder Regierungschef mit seinen Dienstleistungen, Verantwortungen, seiner Intelligenz, Großzügigkeit, Aufrichtigkeit und seinem Mut von den anderen. In diesem Zusammenhang tritt Staatspräsident Erdoğan sowohl in der Region als auch weltweit als ein charismatischer Staatschef in den Vordergrund.

Leadership bedeutet nicht, der Vorsitzende eine Partei zu sein. Es bedeutet nicht Ministerpräsident oder Staatspräsident zu sein. Personen mit Leadership-Eigenschaften verfügen über eine gute Kommunikation zu den Bürgern, bringen die Probleme des Volkes zur Sprache, und kümmern sich um sie und ihre Probleme. Mit diesen Eigenschaften ist Staatspräsident Erdoğan zum Leader sowohl der Türkei, als auch der Türkenwelt und islamischen Welt geworden. In der Region, in der sich die Türkei befindet und auf der Welt findet eine Transformation statt. Das Zusammentreffen von Drohnen, Cyber-Kriegen, 3D-Druckern und anderen Erfindungen wird gewährleisten, dass die Macht unter mehreren Staaten und nichtstaatlichen Strukturen verteilt wird. An dem heute angelangten Punkt werden wir Zeuge, dass die liberale Demokratie nicht das letzte Wort bei der politischen Entwicklung der Menschheit ist. Weltweit wird jenes System erfolgreich werden, das seinen Bürgern noch mehr Ehre und seinen Verbündeten mehr Hoffnung verleiht. Ich persönlich gehe davon aus, dass dieses System unter der Vorreiterrolle von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan gegründet wird.



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